Handel :: Wörterbuch Berndeutsch-Deutsch

Sie besitzen weniger Drohpotenzial und sind stabile Partner für eine offene Volkswirtschaft wie die Schweiz. Indien und Kanada sind gute Beispiele, ebenso wie viele Staaten in Lateinamerika und Asien. Mit dem internationalen Handel von Gütern und Dienstleistungen erzeugt die Schweiz in vielen Ländern Wohlstand – so auch in den USA. Ohne den Handel mit der Schweiz wären viele Länder in Europa, Amerika und Asien etwas ärmer. Der Avenir-Suisse-Freiheitsindex misst jährlich die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Freiheiten in den Schweizer Kantonen.

Der Handel

Verstärkt wird die Schweizer Verwundbarkeit dadurch, dass die US-Regierung strategisch ausschliesslich auf den Warenhandel fokussiert und Dienstleistungen und Direktinvestitionen ausblendet. Zwar hat die Schweiz einen Handelsbilanzüberschuss im Warenhandel mit den USA. Bei Dienstleistungen wie Software oder Cloud-Services ist es jedoch umgekehrt. Ein vollständiger Alleingang in der Regulierung von Medtech-Produkten empfiehlt sich für die Schweiz ebenfalls nicht. Der inländische Markt ist zu klein, viele Hersteller könnten entscheiden, ihr Produkt erst gar nicht in der Schweiz zu verkaufen. Die Leidtragenden wären die Patienten, die nicht mehr Zugang zu den neuesten Medtech-Lösungen hätten.

Ein möglicher Grund für den relativen Bedeutungsverlust liegt bei den aufstrebenden, stark wachsenden Ländern wie beispielsweise China. Während sie früher mehrheitlich für den Aussenmarkt produziert haben, ist der Heimmarkt mittlerweile stark angestiegen und ein immer höherer Anteil ihrer Produktion wird im Inland arbivex ai erfahrungen konsumiert. Deutliche Einkommenszuwächse ermöglichten diese Erhöhung des inländischen Konsums (ECB 2016, Lund et al. 2019). Im Zuge der Globalisierungswelle der letzten drei Jahrzehnte hat sich der grenzüberschreitende Handel einem strukturellen Wandel unterzogen. Der Warenhandel bleibt dominant, doch Dienstleistungen, Investitionen sowie auch der Austausch von Arbeitskräften werden immer wichtiger. Aber auch die Hürden, die einem freien Handel im Wege stehen, sind nicht mehr von gleicher Natur.

  • Die Schweiz ist somit exportseitig stark von Äquivalenzanerkennungen abhängig (vgl. Box 5), um ihre Produkte auf ausländischen Märkten absetzen zu können.
  • In den USA hat sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt Ende des vergangenen Jahres durchwachsen gezeigt.
  • So wird etwa die jahrelange Forschung, die in die Entwicklung eines Krebsmedikaments fliesst, nicht von der Exportstatistik erfasst, auch wenn das Krebsmedikament danach in grossem Masse exportiert wird (Lund et al. 2019).
  • Kurz vor Abschluss der Verhandlungen über das Freihandelsabkommen mit Thailand führte das SECO die erste Ex-ante-Nachhaltigkeitsstudie durch.

Auf der anderen Seite erwirtschaften wir einen grossen Teil unseres Wohlstands mit Exporten wie Präzisionsinstrumenten, Maschinen, Uhren, Medikamenten und Finanzdienstleistungen. Neben der verstärkten Integration in die globalen Wertschöpfungsketten hat in der Schweiz auch eine Verschiebung weg von der Herstellungsphase hin zur Konzeptions- und Vermarktungsphase stattgefunden. In diesen vor- und nachgelagerten Produktionsphasen wird in der Regel die höchste Wertschöpfung generiert (Lobsiger und Morlok 2014). Dieser Strukturwandel weg von traditionellen Tätigkeiten der Industrie, hin zu in der Wertschöpfungskette vor- und nachgelagerten Tätigkeiten geht meist auch mit höheren Qualifikationsanforderungen einher (Busch und Schluep Campo 2013, vgl. Box 4). Nicht alle der beschriebenen globalen Trends lassen sich in gleichem Ausmass für die Schweiz beobachten.

Handelsstatistiken erfassen nur diejenigen Dienstleistungen, die sich über die Grenzen hinweg «bewegen», aber nicht diejenigen, die in die Herstellung eines Produktes fliessen, welches dann wiederum in den Export fliesst. Rund ein Drittel des Wertes von physischen Produkten stammt aus Dienstleistungen, die bei der Produkterstellung anfallen (Miroudot und Cadestin 2017). So wird etwa die jahrelange Forschung, die in die Entwicklung eines Krebsmedikaments fliesst, nicht von der Exportstatistik erfasst, auch wenn das Krebsmedikament danach in grossem Masse exportiert wird (Lund et al. 2019). Neben den grundsätzlich vorhandenen Problemen bei der statistischen Erfassung von Dienstleistungen (vgl. Box 2) führt auch dieser Umstand zu einer unterschätzten Rolle der Dienstleistungen für den Export. Abgesehen von der dominierenden Rolle der Dienstleistungen in der nationalen Wertschöpfung wird das Wachstum des Dienstleistungshandels vor allem durch neue Technologien und Kommunikationskanäle begünstigt. Dienstleistungen sind handelbarer geworden, die räumliche Trennung von Nachfrage und Angebot spielt – zumindest bei nicht persönlichen Dienstleistungen – eine immer geringere Rolle.

Hans Gersbach, warum ist die Schweiz beim Handel mit den USA so verwundbar und was kann sie dagegen tun?

handel

Die lokalen Gemeinschaften fordern nun eine Mitsprache im Schliessungsprozess. Unterstützt werden sie von der Arbeitsgruppe Schweiz – Kolumbien, die ihre Tätigkeit nach fast 40 Jahren einstellen wird. Ihr Generalsekretär Stephan Suhner nahm Ende Mai an der Generalversammlung des Schweizer Rohstoffmultis teil. Die Ergebnisse der neuen Handelsstudie des GDI «Ausgebummelt – Wege des Handels aus der Spass- und Sinnkrise» deuten darauf hin, dass sich die Einstellung zum Einkaufen gewandelt hat. Es wird nicht mehr als angenehme Freizeitbeschäftigung, sondern als «mühsame Tätigkeit» wahrgenommen. Höhere Fachprüfung (HFP)Möchtest du nach deiner Lehre noch höher hinaus, kannst du eine Höhere Fachprüfung absolvieren.

MTCR und Handel

Dies nicht nur wegen einer schwächeren Wirtschaftsentwicklung, sondern auch aufgrund eines fehlenden Liberalisierungswillens in den jüngsten Jahren (Weltbank 2019a). Es existieren diverse Hebel, die eine Teil-Liberalisierung des Agrarsektors ermöglichen. Rund 56% der Landwirte sind heute über 50 Jahre alt und würden bei langen Übergangsfristen kaum von einer partiellen Marktöffnung betroffen sein. Auch das Zugestehen eines begrenzten, zusätzlichen Kontingents, zu dem zollfrei in die Schweiz importiert werden kann, ist ein möglicher Weg.

Der WTO angeschlossen haben – von 23 Ländern im Jahr 1947, als das GATT ins Leben gerufen wurde, auf 164 Länder in der 2011 gestarteten Doha-Runde (WTO 2007). Die Produktion von Gütern und Dienstleistungen wird in immer kleinere Arbeitsschritte zerlegt, die von unterschiedlichen Firmen und in unterschiedlichen Ländern ausgeführt werden. Die so entstehenden globalen Wertschöpfungsketten wurden insbesondere in den 1990er und 2000er Jahren zunehmend komplex (vgl. Box 3), wobei sich dieser Trend nach der Finanzkrise wieder etwas verlangsamte.

Kaufmann/-frau (KV) EFZ Handel

Das Abkommen der Schweiz mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten ist dafür ein gutes Beispiel. Darüber hinaus sollte die Schweiz ihre Handelsbeziehungen breiter aufstellen, sowohl im Import als auch im Export, um fragile Abhängigkeiten zu reduzieren. Entscheidend dabei ist, den Handel mit Ländern zu stärken, die trotz hoher Wirtschaftskraft ebenfalls verwundbar sind.

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Scroll to Top